Die Suche nach dem eigenen Leben

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Michael Gutmann –
Oder: Die Suche nach dem eigenen Leben

Lasse ich mein bisheriges und mein zukünftiges Leben Revue passieren, so finde ich als Lebensthema, als mein großes Lebensthema meines vorüberziehenden Daseins: Die Suche nach dem eigenen Leben.

Die Suche nach dem eigenen Leben

Dass ich es überhaupt wage, die Suche nach dem eigenen Leben, genauer: Meine Suche nach meinem eigenen Leben, zu einem öffentlichen Thema zu machen – schlichteren Figuren scheint diese Frage ohnehin obsolet – liegt wohl darn begründet, dass ich mir einbilde, mich auf dieser Suche ganz ordentlich geschlagen zu haben.

Ich bilde mir auch ein, dies gegenwärtig ganz wacker zu tun. Nicht zuletzt freue ich mich zuversichtlich auf die Zukunft, von der ich mir erhoffe, diese Suche, die auch ein Kampf sein kann, weiterhin erfreulich und erfolgreich fortsetzen zu dürfen.

Der Wunsch, dass diese Hoffnung wahr werden möge, führt mich letztlich auch dazu, dieses Aufzuschreiben; zum schriftlichen Verfassen und Veröffentlichen der vorliegenden Gedanken.

Die Suche nach dem eigenen Leben – Das Lebensthema

Dass einer die Suche nach dem eigenen Leben als Lebensthema findet und erwählt, mag nun so manchem und mancher erscheinen, wie die junge Katze, die ihrem eigenen Schwanz nachjagt. Wenn dem so wäre, so könnten wir zumindest konstatieren, dass sich die Katze wohl über jede Menge Lust an ihrem Tun erfreuen darf.

Doch dem ist auf der Suche nach dem eigenen Leben nicht so. Damit meine ich nicht, dass es nicht durchaus lustvoll sein kann, nach dem eigenen Leben zu forschen. Ich meine damit, dass der Vergleich mit der verspielten Katze grundsätzlich in die Irre führt. Denn die Katze, egal ob sie ihren Schwanz nun einfängt oder auch nicht, wird wohl ihr Katzenleben fortsetzen wie bisher. Sie wird wahrscheinlich um nichts oder nur wenig klüger oder reicher geworden sein. Das vermute ich jedenfalls.

Für uns Menschen jedoch – vielleicht darf ich auch nur von mir sprechen – bedeutet die Erkenntnis des eigenen Lebens, die Erkenntnis des eigenen Lebensthemas, einen nicht zu unterschätzenden, nur schwer mit irgend etwas anderem vergleichbaren Reichtum und Gewinn. Und – schon während der Suche – wird das Leben niemals genau dasselbe sein, wie tags zuvor. Erkenntnisreicher, bedeutsamer, klarer. Um Vieles klarer!

Die Suche nach dem eigenen Leben – Eine unerschöpfliche Quelle

Dabei brauchen wir auch keine Angst zu haben – diese Angst hatte ich auch nie – dass wir, sobald wir unser Lebensthema gefunden haben, in ein tiefes schwarzes endloses Loch fallen könnten. so wie es jedem und jeder von uns ergehen kann, wenn er oder sie eine große Aufgabe vollendet hat. (Ein schwarzes Loch wie eine postnatale Depression).

Sobald wir unserem Lebensthema ein Stück näher gekommen sind, sehen wir auch sofort die nächsten Schritte dazu, unsere gedankliche Erkenntnis in unsere Lebenspraxis auf dem Weg zum eigenen Leben einfließen zu lassen.

Jedenfalls ist es mir immer so ergangen. Aber ich bilde mir ein, glauben zu dürfen, dass es jedem Menschen so ergeht. Was auch nicht heißen soll, dass die Umsetzung unserer Erkenntnisse in die Praxis immer leicht sein muss. Vielleicht ist sie manchmal auch ganz und gar unmöglich. Aber selbst dann wissen wir doch nun, woran der Mangel herrscht, der uns hungrig in der Welt umherstreifen lässt.

Die Suche nach dem eigenen Leben – Holzwege

Freilich: Wer ungeübt darin ist, nach dem Leben zu forschen, kann sich auf seiner Suche auch mal leicht auf dem Holzweg befinden. Mir jedenfalls erging es in früheren Jahren, zu Beginn meiner eigenen Suche, des häufigeren, dass ich mich auf einem Holzweg, in einer Sackgasse wiederfand. Vermutlich geht das jedem und jeder so. Diese Gefahr besteht und ihr müssen wir tapfer ins Auge schauen.

 

Das Thema meines Lebens

Mein Lebensthema – Das Thema meines Lebens

Dass die Suche nach meinem eigenen Leben zum Thema meines Lebens wurde, war früher einmal alles Andere als intellektuelle Belustigung.

Die Suche nach meinem eigenen Leben entsprang einst der Not und wurde erst innerhalb vieler Jahre der Suche mit allen Irrungen und Wirrungen zu einer treuen, verlässlichen Gefährtin.

Das Thema meines Lebens – Die Anfänge

An das Thema meines Lebens geriet ich – freilich, ohne auch nur ahnen zu können, dass es im Lauf vieler Jahre zu meinem Lebensthema werden sollte – im jungen Erwachsenenalter. Dem Alter, in dem sich junge Menschen vorzugsweise in Sorglosigkeit, Verliebtsein und Zuversicht ergehen können. Diese Süßigkeiten waren mir zwar allesamt auch nicht fremd – ich war nie ein Kind von Traurigkeit – aber zentral gab es doch immer diese eine, bestimmte, bohrende Frage, die mir keine Ruhe ließ. – Die mir zwanghaft keine Ruhe ließ!

Das Thema meines Lebens – Die zentrale Frage

Die zentrale Frage, die Frage,um die sich alles, restlos alles, in meinem Leben drehte, war die Frage bzw. die Fragen:

Wie will ich leben?
Wie kann ich leben?
Wie soll ich leben?

Das Thema meines Lebens und meine größte Angst

Meine größte Angst war die, mir im Alter oder im Sterben eingestehen zu müssen:

Du hast Dein Leben vertan! Das Geschenk Deines Lebens nicht genutzt! Du hast es weder geschafft, ein glückliches noch ein sonstwie gelungenes Leben zu führen!
Du hast verspielt!

Um dieser Angst irgenwie begegnen zu können, begann ich – ich habe keine Ahnung, wie ich dazu kam – mit dem Aufschreiben dessen, was mir durch den Kopf ging und mir keine Ruhe ließ.